Projekt-Renault Glossar

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Begriff Definition
3D-Airbag

Beifahrerairbag, der durch seine tief nach unten gezogene Form und sein großes Volumen die Druckverteilung zwischen Kopf und Brustkorb des Beifahrers optimiert. Der 3D-Airbag kam bei Renault erstmals im neuen Twingo zum Einsatz.

4CONTROL

4CONTROL ist die dynamische Allradlenkung von Renault. Die mitlenkende Hinterachse erhöht die Fahrsicherheit und verbessert gleichzeitig die Lenkpräzision. Unterhalb von 60 km/h schlagen die Hinterräder mit maximal 3,5 Grad in entgegengesetzter Richtung zur Vorderachse ein. Vorteil: Der Wendekreis verringert sich, wodurch Lenkmanöver leichter werden, vor allem beim Ausparken und Manövrieren in engen Straßen.

Die aktive Hinterradlenkung ermöglicht auch eine direktere Lenkübersetzung für die Vorderachse. Hierdurch wird der Lenkaufwand für den Fahrer stark reduziert. Der Wagen reagiert direkter und spontaner. Zudem erleichtern die leicht mitlenkenden Hinterräder plötzliche Ausweichmanöver, was die Sicherheit erhöht.

Ab 60 km/h steuern die Hinterräder in dieselbe Richtung wie die Vorderräder. Die dynamische Allradlenkung wirkt dann mit allen Rädern der Fliehkraft entgegen, welche die Hinterachse in der Kurve üblicherweise nach außen drückt. Dadurch erhält der Fahrer deutlich höhere Sicherheitsreserven. Bei einem Einschlagwinkel bis zwei Grad wird die Hinterachse unmittelbar an die ideale Spur angepasst, was sich positiv auf die Fahrstabilität auswirkt.

Erkennt das Steuergerät anhand eines schnellen, stark abweichenden Lenkradwinkels eine Ausweichsituation, können die Räder bis zu 3,5 Grad einschlagen. Plötzliche Ausweichmanöver werden auf diese Weise verbessert. Der Fahrer behält in kritischen Situationen länger die Kontrolle über das Fahrzeug. Das serienmäßige Elektronische Stabilitätsprogramm ESP des Laguna Coupé GT ist mit dem Steuergerät der dynamischen Allradlenkung synchronisiert und so kalibriert, dass die Bremseingriffe an den Rädern später erfolgen als bei den Varianten ohne dynamische Allradlenkung. Dies erlaubt einen sportlichen Fahrstil, ohne die Sicherheit oder den Fahrspaß zu beeinträchtigen.

Abgasrückführung

Bei der Abgasrückführung handelt es sich um die geregelte Zufuhr von Abgas zur Ansaugluft. Ziel ist die Verringerung der Stickoxid- (NOx)-Emissionen bei Otto- und Dieselmotoren bereits während der Kraftstoffverbrennung. Hintergrund: Bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs nimmt die Bildung von Stickoxiden mit dem Anstieg der Verbrennungstemperatur überproportional zu. Durch die Rückführung eines Teils der Abgase in den Brennraum wird die Verbrennungstemperatur im Zylinder gesenkt und so die Bildung von Stickoxiden verringert. Die Abgasrückführung erfolgt über ein Rohrsystem und ein abhängig von der Motorlast elektronisch gesteuertes Ventil. Oft wird für die Abgasrückführung auch der Begriff EGR-Technologie (EGR = Exhaust Gas Recirculation) verwendet.

ABS mit EBV

Das Antiblockiersystem (ABS) wirkt bei starken Bremsungen insbesondere auf nasser oder verschmutzter Fahrbahn einem möglichen Blockieren der Räder durch Regelung des Bremsdrucks in kurzen Intervallen entgegen. Hierdurch bleibt das Fahrzeug auch während des Bremsvorgangs lenkbar und bricht nicht aus. Das ABS-Steuergerät verlagert bei Bedarf die Bremskraft zudem stärker auf die Seite mit der geringeren Bodenhaftung und sorgt so für maximale Spurtreue bei Vollbremsungen auf unebenem Untergrund und Belägen mit unterschiedlichen Reibwerten.

Bei den Renault Modellen ist das ABS mit der elektronischen Bremskraftverteilung (EBV) kombiniert. Sie verhindert beim Bremsen das Blockieren der Hinterräder und trägt dazu bei, dass das Verzögerungspotenzial der Hinterachse voll ausgenutzt wird.

Airbag -Doppelkammerairbag

Renault setzt in zahlreichen Modellen Front- und vordere Seitenairbags mit Doppelkammersystem und jeweils zwei Gasgeneratoren ein. Vorteil: Die Airbags entfalten sich schneller als herkömmliche Airbags und passen sich optimal an die Statur von Fahrer und Beifahrer an. So verfügen beispielsweise die Seitenairbags in den Vordersitzen über je eine Kammer für den Brust- und Beckenbereich. Zudem sind sie als Neuheit mit je zwei Aufprallsensoren in den vorderen Türen verbunden. Diese verringern die Sekundenbruchteile bis zum Auslösen der Airbags um die Hälfte – ein wesentlicher Faktor für noch besseren Seitenaufprallschutz.

Auch Frontairbags mit Doppelkammersystem verfügen über Sensoren mit schnelleren Reaktionszeiten. Bei einem Crash entfalten sie sich bereits, bevor Fahrer oder Beifahrer nach vorn geschleudert werden und bieten dadurch umso effektiver Schutz. Ein spezielles Rechenprogramm passt zudem bei Front- und vorderen Seitenairbags Reaktionszeit und Aufblasvolumen an die Stärke des Aufpralls an.

Airbag – Adaptiv-Airbag

Sämtliche Renault Pkw-Modelle verfügen serienmäßig über Adaptiv-Airbags für Fahrer und Beifahrer. Besonderheit: Der Airbag bleibt bei einem Unfall nur so lange voll aufgeblasen, bis der Brustkorb von ihm aufgefangen wird. Sobald der Druck des Körpers auf den Airbag einwirkt, entweicht das Füllgas in Abhängigkeit von der Aufprallgeschwindigkeit kontrolliert durch spezielle, integrierte Ausgleichsöffnungen (so genannte „Abblasventile”). Vorteil eines solchen intelligenten Airbagsystems: Die auf den Brustkorb einwirkenden Kräfte werden entscheidend verringert.

Zweistufige Frontairbags lösen je nach Schwere des Aufpralls aus: Bei einem schwächeren Aufprall entfalten sich die Frontairbags nur teilweise, um Verletzungen durch den Airbag selbst zu verhindern. Bei einer schweren Kollision blasen sich die Kissen in wenigen Tausendstel Sekunden vollständig auf.

Airbag – Anti-Submarining-Airbag

In die Vordersitze eingebaute Anti-Submarining-Airbags dienen zum Schutz gegen das Durchrutschen unter dem Beckengurt – den so genannten Submarining-Effekt. Die Luftkissen bestehen aus dünnen, miteinander verschweißten Blechen. Unsichtbar unter den Sitzflächen integriert, ersetzen sie zum Beispiel beim Mégane Coupé die „passiven” Anti-Submarining-Stützen, welche in den fünftürigen Varianten vorhanden sind. Diese verfügen stattdessen über zwei pyrotechnische Gurtstraffer, die denselben Effekt erzielen. Hintergrund: Im Dreitürer würde ein doppelter Gurtstraffer den Einstieg in den Fond erschweren, weil er den entsprechenden Einbauplatz benötigt.

Der innovative Airbag entfaltet seine Wirkung in zwei fast gleichzeitig ablaufenden Stufen: Bei einem Aufprall bläst der Gasgenerator zunächst den Metallairbag auf. Dieser drückt von innen gegen das Sitzpolster und fixiert damit den Insassen in seinem Sitz, noch bevor sich der Körper bewegen kann. Das Luftkissen, das unter der Sitzfläche aufgeblasen wurde, verformt parallel dazu das Sitzpolster entsprechend dem Beckeneindruck des Insassen. Eine Ausgleichsöffnung hält den Druck im Innern des Kissens während des Aufpralls konstant. Somit sorgt der Anti-Submarining-Airbag für eine günstige Sitzposition und reduziert die Kräfte, die auf Bauch- und Lendenbereich der Passagiere einwirken. Hierdurch verringert sich das Risiko schwerer Unterleibsverletzungen.

Aktives Kurvenlicht

Zusätzliche Sicherheit bietet das aktive Kurvenlicht. Bei dem innovativen Sicherheitsfeature schaltet sich automatisch ein fest in die vorderen Leuchteinheiten installierter, schräg zur Seite gerichteter Zusatzscheinwerfer hinzu, sobald das Lenkrad um mindestens 40 Grad eingeschlagen ist. Der Hauptscheinwerfer leuchtet währenddessen die Straße nach vorn aus. Das aktive Kurvenlicht ist auf eine möglichst breite Streuung hin ausgelegt und erlaubt deshalb vor Kreuzungen, Serpentinen oder engen Kurven den vorausschauenden Blick in die Abbiegerichtung. Um den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu irritieren, erfolgt der Lichtwechsel durch sanftes Aufdimmen. Aus Sicherheitsgründen aktiviert sich das Abbiegelicht zudem nur bis zur Fahrgeschwindigkeit von 60 km/h.

All Mode 4x4 i-System

Das All Mode 4x4 i-System ist ein vollautomatischer, variabler Allradantrieb und kommt im Sports Utility Vehicle Renault Koleos zum Einsatz. Per Tastendruck an der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen einfachem Vorderradantrieb (2WD), variablem Allradmodus (AUTO) und starrem Durchtrieb für Geländefahrten (LOCK) wählen. Bei aktiviertem All Mode 4x4 i-System im AUTO-Modus fährt der Koleos unter normalen Fahrbahnbedingungen kraftstoffsparend mit Frontantrieb. Erst wenn die Traktion nachlässt, etwa auf verschneiten Straßen oder matschigem Untergrund, leitet eine elektronisch gesteuerte Mehrscheibenkupplung bis zu 50 Prozent des verfügbaren Drehmoments an die Hinterachse. Wenn der Koleos aus dem Stand anfährt, werden ebenfalls 50 Prozent der Kraft gezielt auf die Hinterräder übertragen, um ein Durchdrehen der Vorderräder zu vermeiden. Das System gleicht hierzu die Fahrpedalstellung mit dem angeforderten Drehmoment ab.

Bei Bedarf, etwa im Gelände, kann der Fahrer manuell in den starren Allradmodus wechseln (LOCK-Modus). Dann fährt der Koleos bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h mit einer festen Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse im Verhältnis von 50:50. Ist der Koleos schneller unterwegs, so aktiviert sich der variable Allradantrieb von selbst wieder. Der Koleos-Fahrer kann den 4x4-Betrieb auch komplett abstellen und nur mit angetriebenen Vorderrädern fahren (2WD-Modus).

Altauto-Recycling

Auf dem Gebiet des Lifecycle-Managements nimmt Renault eine führende Position ein. Seit über zehn Jahren entwickelt der Automobilhersteller seine Fahrzeuge so, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus leicht demontiert und wiederverwertet werden können. Der französische Automobilhersteller hat auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für die ersten Hightech-Kunststoff-Recycling-prozesse geleistet. Die Renault Ingenieure arbeiten eng mit ihren Zulieferern und mit Fachleuten für Abfallverwertung zusammen.

Neue Renault Fahrzeuge mit dem 2007 eingeführten Umweltgütesiegel eco2 enthalten mindestens fünf Prozent recycelte Kunststoffbauteile. Beim Mittelklassemodell Laguna bestehen sogar 17 Prozent des gesamten Kunststoffeinsatzes aus Rezyklaten. Das entspricht über 100 Teilen, die zusammen mit den Renault Zulieferpartnern nach Umweltgesichtspunkten entwickelt wurden.

Im Februar 2008 gründete das Unternehmen den Geschäftsbereich Renault Environnement. Aufgabe dieser Tochtergesellschaft ist es, in Frankreich und auf internationaler Ebene Projekte und Partnerschaften zur Verwertung von Altfahrzeugen ins Leben zu rufen und neue Umwelt-Dienstleistungen zu entwickeln. Darüber hinaus unterzeichnete Renault 2008 ein Joint Venture mit SITA, einer Tochtergesellschaft von Suez Environnement. Ziel des ersten Gemeinschaftsunternehmens dieser Art weltweit ist es, die umweltverträgliche Verwertung von Altfahrzeugen zu beschleunigen.

Arkamys®Soundsystem

Bei der maßgeschneiderten Audioanlage mit 140 Watt Ausgangsleistung von Arkamys® kommen ausschließlich Audiokomponenten zum Einsatz, die auf die spezielle Architektur und Materialauswahl des jeweiligen Fahrzeugtyps abgestimmt sind.

Beim Arkamys®-Soundsystem sorgen acht Premium-Boxen für eine brillante Musikkulisse. Das Digital Sound Processing DSP verarbeitet die Musiksignale ohne Zeitverzug und qualitative Verluste für jeden Lautsprecher getrennt. Hierbei werden die Signale so gesteuert, dass auf jedem Platz ein dreidimensionales Sounderlebnis möglich ist. Der Rechner passt die Wiedergabe zudem an die Fahrgeschwindigkeit an. Auch leise Passagen bleiben so stets gut hörbar.

Darüber hinaus können Fahrer und Beifahrer je nach Musikrichtung das Klangbild regeln. Das System simuliert dann, etwa durch gezielten Nachhall, die akustischen Verhältnisse in einem Konzertsaal, einer Kirche, einem Jazz-Keller oder auf einem Rockfestival.

Mit dem Arkamys®-Soundsystem ist auch das so genannte Audio-Streaming möglich, also die Übertragung von MP3-Audiodateien von einem Mobiltelefon, iPod® oder anderen externen Musikträgern. Der Fahrer kann hierfür mit dem Bedienungssatelliten am Lenkrad das gewünschte Stück auswählen. Das Menü wird im Multifunktionsdisplay angezeigt. Zusätzlich ist eine Schnittstelle für einen USB-Stick erhältlich (Option Arkamys® USB). Eine doppelte Antenne garantiert darüber hinaus optimalen Radioempfang.

ASR

Die Antriebsschlupfregelung (ASR) mit integrierter Motorschleppmomentregelung verhindert beim Anfahren oder starken Beschleunigen auf glattem Untergrund ein Durchdrehen der Räder. Stellt der Bordrechner an einem der Antriebsräder Schlupf fest, so bremst das System sofort ab und überträgt das Drehmoment auf das gegenüberliegende Rad, das mehr „Grip“ aufweist. Gleichzeitig wird das Motordrehmoment verringert.

Audio-Connection-Box

Die Audio-Connection-Box verbindet externe Musikträger über eine spezielle Schnittstelle im Handschuhfach mit der Audioanlage. Das Modul besitzt drei Eingänge: je einen für einen USB-Stick, für einen iPod® und für einen anderen MP3-Player. Alle Geräte lassen sich über das Autoradio oder den Bedienungssatelliten am Lenkrad steuern.

Aufprallsensoren

Die Seitenairbags sind mit Aufprallsensoren in den vorderen Türen verbunden. Diese verringern die Sekundenbruchteile bis zum Auslösen der Airbags. Weil beim Seitenaufprall nur eine geringe Crashzone zur Verfügung steht, ist dies besonders wichtig, um die Insassen wirkungsvoll zu schützen.

Automatische Parkbremse

Die automatische Parkbremse ersetzt in vielen Renault Modellen die Handbremse. Die automatische Parkbremse erfüllt selbsttätig alle Funktionen des konventionellen Systems. Die Betätigung erfolgt über einen Zuggriff auf der Mittelkonsole oder am Instrumententräger. Wenn ein an der Kupplung installierter Sensor den einsetzenden Kraftschluss registriert, wird die Bremse automatisch gelöst. Das gilt auch, wenn der Fahrer beim Halten an einer Steigung die Feststell-Funktion über den Zuggriff manuell aktiviert hat. Das Anfahren am Berg gerät so zum Kinderspiel. Wird der Motor ausgeschaltet, packt die Parkbremse automatisch zu, wobei das Steuergerät die Bremskraft entsprechend der Fahrbahnsteigung berechnet.

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Glossary 2.7 uses technologies including PHP and SQL